Rohstoffe gewinnen, Menschenrechte verlieren? Indigener Kampf um Landrechte und Umweltschutz in Mexiko

Gespräch mit Isela González DíazLeiterin der Organisation Alianza Sierra Madre (ASMAC), Chihuahua, Mexiko

Von Bergbau, über Erdölförderung, erneuerbare Energien, Land- und Forstwirtschaft oder Infrastruktur: Bei der Umsetzung großer wirtschaftlicher Vorhaben werden in vielen Teilen der Welt die Rechte der ländlichen und gerade auch der indigenen Bevölkerung oftmals missachtet. Insbesondere in Lateinamerika ist Protest gegen Unternehmen, Politik und organisierte Kriminalität mittlerweile lebensgefährlich.

Ein Brennpunkt ist die Sierra Tarahumara im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Zahlreiche Aktivist*innen indigener Gemeinden, die ihre Landrechte verteidigen, die Umwelt schützen oder Zugang zu Wasser, Gesundheitsleistungen und Bildung fordern, wurden hier in den letzten Jahren bedroht und ermordet. Die Organisation Alianza Sierra Madre A.C. (ASMAC) kämpft an der Seite der indigenen Völker und wird dafür ebenfalls bedroht. Ob sie von der neuen mexikanischen Regierung mehr Schutz erhält bleibt unklar. Diese hat angekündigt Menschenrechtsverteidiger*innen besser schützen zu wollen, verfolgt gleichzeitig aber eine ressourcenorientierte Wirtschafts- und Energiepolitik.

Gemeinsam mit Isela González, der Leiterin von ASMAC, wollen wir darüber sprechen, was nötig ist um die aktuelle Lage zu verändern und was internationale Unterstützung bewirken kann.

Die Veranstaltung wird gedolmetscht auf Deutsch und Spanisch.

Organisiert von Amnesty International, Lateinamerika-Gruppe Berlin und Mexiko- und Zentralamerika Koordinationsgruppe.

 

Alianza Sierra Madre Website -> http://alianzasierramadre.org
Alianza Sierra Madre organiza sus actividades en tres ejes de trabajo relacionados entre sí: Derechos Humanos de los Pueblos Indígenas; Conservación Biocultural y Comunidades Sustentables; a partir del acompañamiento de procesos de empoderamiento que favorezcan el mejoramiento de las condiciones de vida de los habitantes de la Sierra Tarahumara.

Isela González Díaz

Hintergrundinformationen:

Mexico: Caught Between Bullets and Neglect: Lack of Protection for Defenders of the Territory in the Tarahumara Sierra Amnesty International Report (Englisch, Spanisch)

‚A hitman could come and kill me‘: the fight for indigenous land rights in Mexico -> The Guardian: Newspaper Article, 21.7.2018
Nurse-turned activist Isela Gonzalez lives with bodyguards and constant threat in her fight against destructive economic interests

(Zur Thema: „Hoffnung für die Menschenrechte in Mexiko?“ – Tagung: Donnerstag, 28. März 2019 19.00 Uhr – Freitag, 29. März 2019 18.30 Uhr Heinrich-Böll-Stiftung – Bundesstiftung Berlin Schumannstr. 8, 10117 Berlin)